Yasuko Göhler


Yasuko Göhler, geboren in Osaka, studierte Literaturwissenschaft und Design. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als Grafik- und Textildesignerin. Seit 1999 lebt sie in Deutschland und ist seit 2003 freiberufliche Malerin in Frankfurt. Neben Ausstellungen in Japan hat sie zuletzt 2010 in Köln und 2011 in Frankfurt und Gießen ausgestellt. Yasuko Göhler sagt: „In meinen in japanischer Bildsprache gemalten Objekte erinnere ich daran, dass wir heute in einer Kunstwelt leben und unsere menschlichte Natur verloren haben. So erleben wir nicht mehr – wie unsere Vorfahren – Stille, Raum und Zeit. Diese Erfahrung ist in Japan gegenwärtiger als in Europa“. In ihrer aktuellen Einzelausstellung „Jahreszeiten“ präsentiert Yasuko Göhler ihre  neuesten Arbeiten der als „Shiki-e“ bekannten Malkunst.


Der Künstlerin Yasuko Göhler geht es um mehr als um die reine naturgetreue Darstellung ihres Motivs. Spiritualität spielt hier eine große Rolle, die Künstlerin erfasst die Essenz ihres Motivs und bringt ihren Eindruck zu Papier. Drei Philosophien fließen beim Malen mit ein: Taoismus, Buddhismus und Konfuzianismus. In ihr stehen sich gegensätzliche Kräfte - Yin und Yang - gegenüber, gleichen sich aus und sorgen für Ausgewogenheit und Einheit. Sie betonen die Aussagekraft der Schlichtheit der Bilder durch die Auswahl einfacher Motive (Blumen, Vögel, Bäume und wenige Pinselstriche).

Bei den Bildern von Yasuko Göhler handelt es sich um ein schichtenweise fortschreitendes Aufbauen einer flächendeckenden Malerei in leuchtenden Farben, meist in kräftigem Blau, Grün und Rot. Sie stellen kaum real existierende Landschaften dar, sondern eher Szenerien, sie repräsentieren das taoistische Konzept des Yin und Yang.